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Sonerausstellungen zum Ersten Weltkrieg

1. WK

 "Im Westen nichts Neues?" Fotos und Briefe von
der Front zeigen Schrecken und Alltag des Kriegs

Andernach. „Im Westen nichts Neues?“ heißt eine Sonderausstellung zum Ersten Weltkrieg, die das Stadtmuseum Andernach ab Dienstag, 20. Februar, zeigt. Im Mittelpunkt stehen dabei Fotografien und Feldpostbriefe, die die beiden Andernacher Brüder Herbert und Alfred Michels ihren Lieben von der Westfront in die Heimat schickten.
Der Kriegsfreiwillige Herbert Michels berichtet in seinen Feldpostbriefen erstaunlich sachlich und abgeklärt vom Alltag in der Stellung und vom grausamen Menschenmorden zwischen den Jahren 1914 und 1918. Der Wunsch nach Ruhm und Ehre weicht nur langsam der Einsicht, dass der Krieg verloren und der Friede gar nicht rosig ausfallen wird. Die Briefe sind so gut geschrieben, dass sie bereits während des Ersten Weltkriegs veröffentlicht wurden. Sie liegen heute nur noch in einer Abschrift von 1936 vor, die über den Nachlass von Leo Michels, einem weiteren Bruder von Herbert und Alfred, an das Stadtmuseum gelangt sind.
Ebenso eindrucksvoll sind Hunderte Fotografien der Westfront von Herbert und vor allem von Alfred Michels. In der Dunkelkammer im Schützengraben wurden ergreifende Bilder von Soldaten, dem Stellungskrieg und zerstörten Städten in Frankreich entwickelt und nach Hause geschickt.
In der Ausstellung sind sowohl Originale als auch großformatige Fotoabzüge zu sehen. Von einigen Bildern sind auch Aufnahmeort und -zeitpunkt bekannt. Die Kombination aus den Beschreibungen von Herbert Michels und den Fotografien von Alfred Michels zeigt das Geschehen von vor 100 Jahren aus einer ganz besonderen Perspektive. Das Stadtmuseum bedankt sich bei Claudia Karrich-Schlax und Michael Zech für die Leihgabe von Fotos und Briefe für diese Ausstellung.

Info: Die Eröffnung der Ausstellung findet am Montag, den 19. Februar um 17 Uhr statt. Ab Dienstag, den 20. Februar, bis Dienstag, 1. Mai, wird diese im Stadtmuseum Andernach, Hochstraße 99, zu sehen sein. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr; Samstag, Sonntag, Feiertag, 14 bis 17 Uhr.

 

Quelle: 750 Jahre Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital in Andernach (Koblenz 2000), S. 134.

"Zwei Fronten - Ein Schicksal. Ekeren
und Andernach im Ersten Weltkrieg"

Andernach. Zwei Städte und ein historisches Ereignis: Die Partnerstädte Ekeren (Antwerpen) und Andernach realisieren eine gemeinsame Sonderausstellung, die sich mit ganz persönlichen Schicksalen während des ersten Weltkrieges auseinandersetzt. Die Ausstellung "Zwei Fronten - Ein Schicksal. Ekeren und Andernach im Ersten Weltkrieg" ist vom 9. Juni bis zum 29. Juli im Historischen Rathaus in Andernach zu sehen.
Das Ende des ersten Weltkrieges liegt ein Jahrhundert zurück und ist der Anlass für die Sonderausstellung, die bald in Andernach gezeigt wird und im November 2017 in Ekeren zu sehen war. Schon vor 5 Jahren begannen die ersten Planungen zu einer solchen Ausstellung, die sich mit ganz neuen Perspektiven der Kriegszeit in beiden Städten beschäftigen soll. Das historische Projektbüro Geheugen Collectief hat für Ekeren bereits 14 verschiedene Schicksale einzelner Persönlichkeiten aufgearbeitet. Vom Bürgermeister August Scheyvaerts, über den zur Zwangsarbeit von den Deutschen gezwungenen Louis Beldé, bis zur Frau eines Soldaten wurden spannende Geschichten zusammengetragen, die in der Ausstellung mit Fotografien, Objekten und Rekonstruktionen präsentiert werden.
Ziel der Ausstellung ist es den Besuchern die Folgen des damaligen Krieges in Erinnerung zu rufen und die schrecklichen Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel darzustellen. Aus dieser Perspektive lassen sich spannende Erkenntnisse gewinnen.

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Abgelaufene Ausstellungen

Andernacher Ansichten

Andernacher Ansichten im Stadtmuseum

Andernach. Neben einer recht stattlichen Anzahl von Stichen und anderen Druckwerken mit Andernacher Ansichten verfügt das Stadtmuseum auch über ein Konvolut an Skizzen, Zeichnungen sowie Aquarellen und Gouachen aus dem 19. Jahrhundert mit städtischen Motiven, die ab Samstag, 15. Oktober. bis Sonntag, 18. Dezember, im Stadtmuseum also Sonderausstellung unter dem Titel "Andernacher Ansichten" zu sehen sind.
Diese nicht gerade üppige, aber doch in den letzten Jahrzehnten durch Schenkungen und Ankäufe gewachsene Sammlung von nicht vervielfältigten Bildern wird in dieser Ausstellung in Auswahl vorgestellt und in einem Begleitheft veröffentlicht. Eine nicht geringe Anzahl der Ansichten wird erstmals publiziert und der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Unikate zeichnen sich gegenüber den Drucken schon fast zwangsläufig durch spontane Originalität und individuelle Eigenheiten aus. So sind die Zeichnungen oft nur flüchtig angelegt und nicht selten werden Blickwinkel gewählt, die unübliche Einblicke gewähren. Bei einigen wenigen Bildern sind auch Zweifel angebracht, ob sie in allen Details der Realität entsprachen oder ob sie überhaupt Andernacher Motive wiederspiegeln.
Manche Skizzen dienten vermutlich lediglich als Vorarbeiten für spätere Ausarbeitungen, etwa in Form von Gemälden oder auch Graphiken. Bei zwei Zeichnungen finden sich auf der Rückseite als Gedächtnisstütze Notizen zur Farbgebung für eine spätere Ausarbeitung. Nicht selten fehlen Hinweise auf die Urheberschaft und Datierung der Bilder. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man sich bewusst macht, dass diese aus Skizzenheften oder losen Blattsammlungen stammenden Ansichten nicht oder nur in beschränkten Umfang für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Den kurzzeitig in Andernach weilenden Künstlern dienten diese Arbeiten als eine Art Bildtagebuch,  das die einzelnen Stationen ihrer Reise – quasi als Gedächtnisstütze -  dokumentieren sollte.
Ob einige der fertigen Arbeiten gleich vor Ort zum Abschluss gebracht worden sind und für den unmittelbaren Verkauf bestimmt waren – etwa um die Reisekasse aufzufrischen -  oder erst im heimischen Atelier vollendet wurden, ist kaum zu entscheiden. Auch sonst können manche Fragen hinsichtlich der Datierung, der Autorenschaft und der Herkunft unserer Bilder zurzeit nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Dennoch ist anzumerken, dass diesen kleinen Kunstwerken immerhin die Faszination des Originalen anhaftet und der dokumentarische und künstlerische Wert bei einer Reihe  unserer Andernacher Ansichten nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Öffnungszeiten:

Dienstag – Freitag 10:00 Uhr – 16:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 14:00 Uhr – 17:00 Uhr

Kontakt: museum@andernach.de

 

Bims im Bild

Ausstellung zeigt "Bims im Bild"

"Bims im Bild" heißt eine neue Ausstellung, die von Dienstag, 31. Mai, bis Sonntag, 11. September, im Andernacher Stadtmuseum zu sehen ist. In dieser Ausstellung dreht sich alles um Bims in unserer Region. Das Stadtmuseum zeigt Arbeiten von Marie Guillo und historische Fotografien zu diesem Thema.

Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 10 bis 16; Samstag und Sonntag, 14 bis 17 Uhr, Montag geschlossen. Das Stadtmuseum befindet sich in der Hochstraße 99, Telefon 02632/308 133.

 

 


Ausstellung: 600 Jahre Andernacher Karneval

Seit 600 Jahren wird in Andernach Karneval gefeiert. Dieses seltene und herausragende Jubiläum ist mehr als Anlass genug, dem närrischen Brauchtum eine Sonderausstellung im Stadtmuseum zu widmen. Aus der umfangreichen Privatsammlung des Andernacher Karnevalisten und ehemaligen Prinzen Markus Topp sind vom 23. Januar bis zum 8. Mai ganz besondere Stücke zu sehen. So können die Besucherinnen und Besucher Hunderte Andernacher Karnevalsorden aus den verschiedensten Epochen, die verschiedensten Uniformen und Kostüme, Figuren sowie historische Fotografien bewundern. Das Museum ist zu den üblichen Zeiten geöffnet.

 

 

Alle Jahre wieder...

Alle Jahre wieder

 

In diesem Advent zeigt das Stadtmuseum eine Privatsammlung zum Thema Weihnachtsbräuche zwischen Tradition und Kommerz. Fernab der barocken Tradition wertvoller, kirchlicher Krippenszenen erschienen die industriell gefertigten Weihnachtsdekorationen über lange Zeit wenig musealen Wert zu besitzen.
Die hier in Andernach gezeigten Bilder und Objekte, darunter Krippen, Plätzchenformen und Baumschmuck sind überwiegend in Serien, meist industriell gefertigt. Die Ausstellung thematisiert Fragen, wie „Advent: besinnliche Zeit vs. Weihnachtsmärkte“ oder wie aus dem Nikolaus der Weihnachtsmann wurde. Eine faszinierend große Bandbreite der Materialen zeigen die ausgestellten Weihnachtskrippen aus Papier, Gips oder Fruchtgummi.
Ob es sich dabei um Kunst, welche das Prädikat „schön“ verdient oder doch nur um Kitsch handelt, bleibt jedem Besucher selbst überlassen. Die Ausstellung ist bis zum 20. Dezember zu sehen.


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