Andernach. Die Stadt Andernach hat viel zu bieten. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, den hervorragenden Einkaufsmöglichkeiten und vielen weiteren Attraktionen können sich Einheimische und Besucher auch über ein buntes und umfangreiches Veranstaltungsprogramm freuen. Ob Karneval, Kirmes, Kultur oder Krammarkt - bei etwa 300 Veranstaltungen im Jahr ist für jeden etwas dabei. Klicken Sie doch einfach mal rein und schauen Sie, was in Andernach alles geboten wird: Veranstaltungen 2012
Andernach. Der neue Bezirks-Schornsteinfegermeister für den Kehrbezirk IV (Südstadt und Teile der Innenstadt) ist Mike Hammes (Mitte). Der 33-Jährige übernimmt diesen Bezirk von Bernd Schlaus. Hammes kennt diesen Bereich bereits sehr gut. Schon während seiner Ausbildung war er dort tätig. Jetzt erhielt der Schornsteinfegermeister die entsprechende so genannte Bestallungsurkunde aus den Händen von Bürgermeister Claus Peitz (links) und Johannes Asbach (rechts), Leiter des Ordnungsamts.
Andernach. "O Tannenbaum, o Tannenbaum, wer klaut dir deine Lichter?" So könnte in diesem Jahr das Weihnachtslied für die Stadt Andernach umgedichtet werden. Nachdem man schon aus Sicherheitsgründen ohnehin erst ab einer Höhe von 2,50 Meter die Beleuchtung anbringt, ist leider auch ab dieser Höhe kein Schutz vor Vandalismus gegeben. So wurde vor Weihnachten am Weihnachtsbaum vor dem Koblenzer Tor die komplette Beleuchtung gestohlen. Neben dem Materialwert zählt zum Schaden auch der neuerlich erforderliche Personen- und Maschineneinsatz, so dass hier etwa 1000 Euro zu Buche schlagen. Am großen Tannenbaum auf dem Marktplatz wurde die Beleuchtung heruntergerissen und der Baum und die Leitung stark beschädigt. Da die Leitung unter 220 Volt Strom stand, hätte es hier auch leicht zu Personenschäden kommen können - ein Leichtsinn insbesondere auch für die Täter selbst. Insgesamt waren bereits knapp zehn Einsätze in der Innenstadt und im Stadtteil Eich zur Instandsetzung der Weihnachtsbaumbeleuchtung vor Weihnachten erforderlich. Da der reguläre Rückbau der Weihnachtsbeleuchtung ohnehin für die zweite Kalenderwoche 2012 geplant ist, werden allerdings größere Beschädigungen nicht mehr repariert. Strafanzeige ist gestellt und es sind bereits erste Hinweise eingegangen.





Andernach. Der riesige Weihnachtsbaum auf dem Johannesplatzkreisel ist der Hingucker. Sein Lichterglanz bringt das Tor zur City zum Strahlen. Zahlreiche Bürger haben sich schon bei der Andernacher Stadtverwaltung gemeldet und den schönen Baum gelobt, der mit riesigen Anstrengungen und mit Hilfe von Autokran sowie Tieflader von Namedy nach Andernach gebracht worden war.
Andernach. Wenn das Weihnachtsfest näher rückt, beginnt die Suche nach dem passenden Christbaum. Sehr beliebt ist das Weihnachtsbaumschlagen in freier Natur. Mit kleiner Axt und handlicher Säge im Gepäck geht es dann zu den ausgewiesenen Bereichen, in denen sich ein jeder seinen Baum schlagen kann. Wenn die Stadt Andernach zum Schlagen der Weihnachtsbäume für die City ausrückt, reichen Axt und Handsäge nicht aus. Dann kommen Autokran, Tieflader, Kettensäge und ein ganzer Arbeitstrupp zum Einsatz. So wie jetzt, als die tonnenschweren Bäume für den Marktplatz und den Johannesplatzkreisel geschlagen, transportiert und aufgestellt wurden.
Es ist 23.15 Uhr. Der untere Teil des Stamms der etwa zwölf Meter hohen und zwei Tonnen schweren Blaufichte gleitet in die fest einbetonierte Eisenhülse in der Mitte des Johannesplatzes. „Weiter, weiter, weiter“, ruft einer der Männer des Andernacher Baubetriebshofs dem Fahrer des Autokrans zu, an dem der riesige Baum hängt. Langsam zieht der Kranführer die Blaufichte mit dem Ausleger etwas weiter nach links. „Gut - Stop“, tönt es durch die stille Nacht. Schnell schlagen die Männer Holzkeile zwischen Stamm und Hülse. Und dann steht er fest, sicher und kerzengerade da - der Weihnachtsbaum im Johannesplatzkreisel.
Bis es so weit war, hatte die Truppe des Baubetriebshofs alle Hände voll zu tun. Bereits gegen Mittag begann die Baumaktion auf dem ehemaligen AWO-Gelände am Namedyer Sportplatz. Zentimeter um Zentimeter arbeitete sich der Autokran durch die enge Einfahrt voran. Trotz seiner enormen Größe erschien er sehr wendig. Und schon wenige Minuten später hatte er sich neben der Blaufichte postiert, die in der Nacht zum Johannesplatzkreisel gebracht werden soll. Dem Autokran folgte der Tieflader. Mit Hilfe einer Lenkkonsole am Ende des Hängers konnten die Männer auch dieses Monstrum Stückchen für Stückchen um die eigentlich viel zu engen Kurven manövrieren. Ein paar Meter neben dem Autokran positionierte sich das Transportgefährt. Dann ging es zunächst ganz schnell. Der Kranführer fuhr den Ausleger aus, an dem eine meterlange dicke Kette befestigt war. In etwa sechs Metern Höhe wurde die Kette um den Stamm gelegt. Dann rückte ein Mitarbeiter des Baubetriebshofs dem Stamm mit der Kettensäge zu Leibe. Der Stamm war schnell durchgeschnitten. Aber jetzt folgte die zeitraubende Kleinarbeit. Den Durchmesser der Eisenhülse, die in den Johannesplatz einbetoniert ist und die als Baumhalterung dient, darf der Baumstamm nicht überschreiten. Aber schon das erste Anhalten der Schablone, ein Holzbrett mit einem dem Durchmesser der Hülse entsprechendem Loch, zeigte, hier musste noch gearbeitet werden. Zweimal noch wurde die Kettensäge neu betankt, ehe die Sägearbeiten erfolgreich abgeschlossen waren.
Jetzt zog der Autokran die beeindruckende Blaufichte nach oben. Ganz vorsichtig schwenkte der Kranführer den Ausleger in Richtung Tieflader. Als der Baum über „seinem“ Transporter hing, wurde er ganz langsam abgelassen. Nun stand die nächste Geduldsarbeit an. Weil der Baum viel zu breit war und meterweit rechts und links über die Ladefläche hing, mussten die Männer die mächtigen Äste ganz behutsam so lange zurechtzurren, bis die gewünschte Breite erreicht war. Jetzt war der Baum transportbereit.
Aber dieser Schwertransport darf erst ab 22 Uhr über die Straßen bewegt werden. Und auch der Johannesplatzkreisel darf erst ab 22.15 Uhr für die Aufstellarbeiten gesperrt werden. Also hieß es zunächst warten. Um 22 Uhr setzte sich der „Korso“ aus Autokran, Tieflader, Sicherungs- und Begleitfahrzeuge in Bewegung. Um 22.15 Uhr kam der Tross am Johannesplatz an. Polizei und Baubetriebshof sperrten den Kreisel teilweise. Dann begann das Aufstellen. Der Baum schwebte am Ausleger des Autokrans über dem Kreisel, ehe er um 23.15 Uhr sitzt. Vereinzelte Interessierte, die um diese Uhrzeit noch unterwegs sind und das Schauspiel beobachtet haben, spenden Applaus. Die Männer vom Baubetriebshof blicken zufrieden auf den sehr schön gewachsenen Baum. „Das reicht aber jetzt für heute“, lacht einer der Männer, ehe sich der Trupp auf den Heimweg macht.
Ähnlich viel Arbeit hatten die Baubetriebshof-Jungs mit dem Weihnachtsbaum für den Marktplatz. Bis nach Kruft sind sie gefahren, um dort bei der Familie Schneider den etwa zehn Meter hohen und 1500 Kilogramm schweren Baum ebenfalls per Autokran und Tieflader nach Andernach zu bugsieren. Die Schneiders haben sich wie zahlreiche andere auch an der Weihnachtsbaumaktion der Stadt beteiligt. Die Stadt schlägt und holt Weihnachtsbäume kostenlos ab, wenn die Gehölze Andernach zur Verfügung gestellt werden und wenn sie gewisse Kriterien erfüllen. Nicht immer handelt es sich bei den Baumspenden um solche Riesen, wie sie auf dem Markt und auf dem Johannesplatz zu sehen sind. Die kleineren Bäume zieren die Straßen und Gassen der City. Dafür bedankt sich die Stadt bei allen Baumspendern ganz herzlich.
Andernach. Am Volkstrauertag wurde in Andernach während einer Gedenkstunde der Toten der Kriege gedacht. Vertreter der Nachbarschaften, der Rettungsorganisationen, der Politik, der Bundeswehr und der Schützen versammelten sich dafür in der Andernacher Friedhofskapelle.
Oberbürgermeister Achim Hütten erinnerte in seiner Ansprache daran, dass erst Millionen von Menschen gewaltsam sterben mussten, ehe in Europa Frieden herrschte. Diese Toten dürfen auf keinen Fall vergessen werden, auch wenn der Zweite Weltkrieg schon mehr als 66 Jahre her ist. Die Toten mahnen die heutige Generation, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt einzusetzen. Jeder kann dazu seinen Beitrag leisten - in seinem direkten Umfeld, im Kreis der Familie, der Arbeitskollegen und Freunde. Hütten unterstrich, dass ein globaler Frieden nur möglich ist, wenn die Probleme in den Krisengebieten vor allem im Nahen Osten gelöst werden.
Der Erste Kreisbeigeordnete Bernhard Mauel betonte, dass der Frieden in Deutschland und in Europa keinesfalls der Normalfall ist. Mehr als 200 Kriege hat es seit 1945 gegeben. Deshalb sei der Volkstrauertag auch 66 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch zeitgemäß.
Pfarrer Werner Schlenzig rief in Erinnerung, dass es auch heute noch Despoten gibt, die Mädchen und Jungen zu Kindersoldaten machen, und dass gewissenlose Waffenexporteure vom Leid anderer Menschen profitieren. Nach einem gemeinsamen Gebet schritten die Teilnehmer der Gedenkstunde zur Kranzniederlegung auf das Friedhofsgelände.
Die Gedenkstunde wurde vom Andernacher Stadtorchester und vom Männerschor Liederkranz musikalisch umrahmt.
Andernach. Die Narren haben in Andernach alle Macht an sich gerissen. Am 11.11.11, pünktlich um 11.11 Uhr stürmten die Andernacher Karnevalisten das Historische Rathaus. Auch wenn sich die Stadtspitze um Oberbürgermeister Achim Hütten und Bürgermeister Claus Peitz in den ehrwürdigen Mauern gut versteckte - der närrischen Streitmacht konnten sie nicht entkommen. Angeführt von Stadtkommandant Manfred Schmid durchstöberte eine Abordnung das Rathaus, nahm die Stadtspitze fest und verlangte die Herausgabe der Stadtkasse. Millionen über Millionen sollten darin schlummern. Und die Narren freuten sich auf fette Beute. Und tatsächlich: Oberbürgermeister Achim Hütten hatte Millionen für die Andernacher Karnevalisten dabei. Doch anstatt Jubeltänze aufzuführen, wurden die Gesichter der Jecken lang und länger, als sie die Geldscheine in der Hand hielten. Griechische Drachmen mit dem Konterfei von Achim „Papandreou“ Hütten hatte die Stadtspitze den Karnevalisten untergejubelt... Naja, ein paar echte Euro hatten die Stadtchefs dann doch noch übrig, um die jetzt gestartete närrische Session zu unterstützen.
Alle Korps, die Möhnen, die Gerak und natürlich der Festausschuss, angeführt von Präsident Lutz Schnitzendöbel, nahmen die kleine Gedlspritze dankbar entgegen. Und dann feierten alle Karnevalisten und die zahlreichen Andernacher Gäste ausgelassen den Beginn der Session.
Andernach. Die Andernacher Feuerwehr erhält ein neues Drehleiterfahrzeug. 544.000 Euro muss die Stadt dafür berappen. Das hat der Stadtrat abgesegnet. Noch in diesem Jahr soll die neue Drehleiter einsatzbereit bei der Feuerwache in der Goebenstraße stehen. Dabei handelt es sich um das bislang geliehene Fahrzeug von der Firma Iveco Magirus, das wenig gebraucht und wesentlich günstiger als ein komplett neues Gerät ist.
Derzeit ist die Drehleiter wieder in Ulm, wo sie technisch nachgerüstet wird. Der Korb erhält eine Farbkamera, eine neue Schaltung für die Rückfahrkamera und eine leistungsstärkere Schaumrohrdüse. Außerdem wird das Fahrzeug mit Digitalfunk bestückt. Die bisherigen Aufkleber der Firma Iveco Magirus werden entfernt. Außerdem wird die Drehleiter mit Schneeketten und einem stärkeren Stromerzeuger ausgestattet. Während dieser Umbauarbeiten erhält die Stadt ein anderes Leihfahrzeug von der Firma.
Ein komplett neues Drehleiterfahrzeug mit genannter Ausstattung würde etwa 630.000 Euro kosten. Außerdem müsste die Stadt mehr als ein Jahr auf die Auslieferung warten, was Leihgebühren von etwa 65.000 Euro verursachen würde. Das bisher geliehene und erst etwa ein Jahr altes Fahrzeug hat lediglich 12.424 Kilometer auf dem Tacho und 147 Betriebsstunden ausschließlich für Präsentationen und nicht für Einsätze auf dem Buckel.
Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat dem Antrag „auf vorzeitige Beschaffung“ zugestimmt. Mit einer möglichen Förderung, die maximal bei 200.000 Euro liegen könnte, ist nicht vor dem Jahr 2017 zu rechnen.
Oberbürgermeister Achim Hütten ist zuversichtlich, dass die Stadt die Kosten ohne Neuverschuldung schultern kann. „Wir haben bis jetzt ein steuerlich gutes Jahr“, so der OB, der betont, dass die Leiter zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und der öffentlichen Sicherheit unverzichtbar ist.
Die neue Drehleiter ist notwendig geworden, weil das alte Gerät nicht mehr einsatzbereit war. Unter anderem hatte sich eine Korbaufhängung verbogen. Ein Gutachter hatte festgestellt, dass für eine Reparatur mehr als 180.000 Euro nötig sind. Weil es für die alte Drehleiter auf dem Markt aber keinerlei Nachfrage gibt, liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor.
Miesenheim. Feuer in einem Wohnhaus in der Grabenstraße direkt neben der Kirche - fünf Menschen werden vermisst: So lautete das Szenario für die Jahresabschlussübung des Löschzuges Miesenheim der Freiwilligen Feuerwehr Andernach.
Mit fünf Fahrzeugen und 30 Feuerwehrleuten rückte der Löschzug Miesenheim aus. Zusätzlich wurde das Drehleiterfahrzeug aus der Kernstadt angefordert. Unterstützt wurden die Feuerwehrleute durch das DRK Andernach, das mit drei Fahrzeugen und acht Rettern zum Ort des Geschehens kam.
Zunächst kämpften sich Atemschutztrupps durch den dichten (künstlich erzeugten) Rauch in das Wohnhaus vor. Drei verletzte Personen konnten sie aus dem Gebäude retten. Eine weitere auf der Straße liegende verletzte Person konnte ebenfalls schnell in Sicherheit gebracht werden. Der fünfte Verletzte befand sich auf dem Balkon des Wohnhauses. Während die Atemschutztrupps und weitere Feuerwehrleute mit Hilfe von Leitern auch den Verletzten auf dem Balkon retten konnten, rückten die anderen Kräfte mit Schläuchen den Flammen zu Leibe. Die Drehleiter aus der Kernstadt kam zum Einsatz, die die Löscharbeiten unterstützte. Die Kräfte des DRK versorgten und kümmerten sich derweil um die Verletzten. Nach etwa 30 Minuten war der angenommene Brand gelöscht, was die etwa 100 interessierten Zuschauer mit großem Applaus bedachten.
Der stellvertretende Wehrleiter Marc Ackermann sprach während der anschließenden Manöverkritik von einer flotten und gelungenen Übung. „Die Andernacher Feuerwehr ist gut ausgebildet und gut ausgestattet“, stellte er fest. Oberbürgermeister Achim Hütten war begeistert vom Zuspruch der Miesenheimer Bürger: „Das ist faszinierend. Man sieht ganz klar, die Bürger stehen hinter ihrer Wehr.“ Und dies haben die Frauen und Männer auch verdienst. „Sie stellen einen großen Teil ihres Lebens in den Dienst der Gemeinschaft“, so der OB. Miesenheims Ortsvorsteher Gerhard Masberg sagte: „Die Miesenheimer sind stolz auf ihre Wehr.“
Andernach. Der Johannesplatzkreisel erhält den größten Weihnachtsbaumständer der Stadt. Mitarbeiter des Baubetriebshofs haben ein tiefes Loch in die Mitte des Kreisels gegraben, ein Fundament aus Beton gegossen und ein Stahlrohr mit 40 Zentimetern Durchmesser darin verankert. Außerdem wurde ein Rohr für die Stromversorgung gelegt. Dieser unterirdische Weihnachtsbaumständer, in den bald ein Christbaum eingesetzt wird, ist eine permanente Einrichtung, die jedes Jahr genutzt werden kann. Nach der Weihnachtszeit wird das Rohr mit einem Deckel verschlossen und mit Erde bedeckt, so dass der Bereich wieder normal bepflanzt werden kann.
Andernach. Der Teich am Helmwartsturm ist in die Jahre gekommen und weist Schäden auf. Eine Sanierung zum längerfristigen Erhalt ist unumgänglich. „Uns ist das Problem bekannt. Wir werden den Teich auf jeden Fall erhalten“, sagt dazu Oberbürgermeister Achim Hütten. Bisher hatte die Stadt aber kein Geld, um dieses Problem zu beheben. „Der Schwerpunkt liegt bei uns ganz klar auf dem Schuldenabbau“, so Hütten, der anfügt, dass auch durch die Erfüllung der Pflichtaufgaben der finanzielle Spielraum sehr eng begrenzt ist. Und deshalb ist auch ausgeschlossen, dass für die Sanierung neue Schulden gemacht werden.
„Wir kommen nicht in den Entschuldungsfond, weil wir nichts ausgegeben haben, was wir uns nicht leisten können“, unterstreicht der OB. „Ein Privatmann kann in seinem eigenen Garten seinen eigenen Teich auch erst dann sanieren, wenn er das nötige Geld dafür hat“, sagt der Stadtchef. Trotzdem wird das Problem im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen angegangen. „Wir werden ein Konzept vorlegen, wie eine Sanierung laufen kann und was sie kostet“, berichtet Hütten, der dankbar für die Sanierungsvorschläge der Fraktionen ist, die auf jeden Fall in das zu erstellende Konzept mit einfließen sollen. Wenn die Prioritäten gesetzt sind, wird sich zeigen, ob Geld für den Teich bereits in den Haushalt 2012 eingestellt werden kann.
Ursprünglich gab es am Helmwartsturm zwei Teiche. Der Kleinere von beiden war so beschädigt, dass er vor Jahren zugeschüttet werden musste. Dem 25 Jahre alten bestehende Teich soll dieses Schicksal auf gar keinen Fall blühen, stellt Hütten klar.
Kell. Feuer in einem Holzhaus am Mönchhof, eine vermisste Person, starke Rauchentwicklung: So lautete das Szenario für die Jahresabschlussübung des Löschzugs Kell. Um 18.30 Uhr ertönte die Sirene. Mit einem Mannschaftstransportwagen und einem Tanklöschfahrzeug rückte die Keller Wehr in Richtung Mönchhof aus. Ein Trupp erkundete die Lage, während zwei Mann die Atemschutzgeräte anlegten und die weiteren Feuerwehrmänner die Löschschläuche ausrollten. Die Atemschutzträger drangen in das brennende Haus ein. Eine verletzte Person wurde geborgen. Er wurde an die Einsatzkräfte des DRK Andernach übergeben, die ebenfalls alarmiert worden waren. Anschließend löschten die Männer das Feuer, ehe die Übung erfolgreich abgeschlossen werden konnte. In der folgenden Manöverkritik zeigten sich Zugführer Wolfgang Walther und Einsatzleiter Gregor Breitbach mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. „Die vermisste Person wurde schnell gerettet, und der Brand war schnell im Griff - es ist alles glatt gelaufen“, sagte Breitbach. Bürgermeister Claus Peitz und Ortsvorsteher Reinhard Hauter dankten der Feuerwehr für ihr ehrenamtliches Engagement und stellten fest: „Auf die Keller Wehr ist Verlass.“ Der Andernacher Wehrführer Rainer Adams lobte ebenfalls den Einsatz: „Es gibt nichts zu kritisieren. Das war eine sehr gute Übung.“
Andernach. Den Ernstfall trainierten die Kernstadtlöschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Andernach während ihrer Jahresabschlussübung auf dem Gelände der Firma Lohmann Therapie-Systeme (LTS). Unterstützt wurden die Löschzüge von der LTS-Werksfeuerwehr und vom DRK Andernach.
Das Übungsszenario: In einem Gefahrstofflager ist es zu einer Explosion gekommen. Mehrere Personen wurden dabei verletzt, und durch ausgetretene Lösungsmittel breitete sich schnell ein Brand aus. Zuerst rückte die LTS Werksfeuerwehr mit elf Kräften und zwei Fahrzeugen an. Die Männer retteten die verletzten Personen aus dem Gebäude und alarmierten die Andernacher Kernstadtwehr. Mit 39 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen eilten die Löschzuge herbei. Unter Atemschutz bekämpften die Trupps das Feuer. Auch die Drehleiter wurde eingesetzt, vor allem um benachbarte Gebäude zu sichern. Darüber hinaus musste die Wehr dafür sorgen, dass das mit Chemikalien verschmutzte Löschwasser nicht ins Erdreich gelangt. Das DRK kam mit zehn Kräften und vier Fahrzeugen zur Hilfe. Die Frauen und Männer des DRK versorgten die Verletzten. Nach etwa 20 Minuten konnte dieser erste Teil der Jahresabschlussübung vor den Augen zahlreicher Bürger und Vertretern aus Verwaltung und Politik erfolgreich beendet werden.
Im zweiten Teil der Übung wurde ein Leck in einer Rohrleitung angenommen, aus dem Gefahrstoffe austreten. Die durch spezielle Schutzanzüge gesicherten Kräfte mussten das Leck abdichten. Derweil errichteten weitere Retter eine Dekontaminierungsstelle ein. Diese bestand aus einer Art aufblasbarer mobilen Dusche, in der die Chemikalien von den Schutzanzügen abgespült wurden.
In der abschließenden Manöverkritik hob LTS-Vorstandsmitglied Dr. Peter Schwarz das Engagement der Werksfeuerwehr hervor, deren Mitglieder mit Klaus Bonn an der Spitze sich nach dem normalen Schichtdienst für den Brandschutz einsetzen. Der Andernacher Wehrleiter Rainer Adams lobte das gute Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte. Für ihn war die Übung auch eine sehr gute Gelegenheit, um mit der angemieteten Drehleiter, die für das defekte eigene Gerät derzeit eingesetzt wird, zu trainieren. Oberbürgermeister Achim Hütten betonte, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr für die Allgemeinheit ist. Auch lobte das Engagement der Einsatzkräfte und unterstrich, dass eine gemeinsame Übung in einem Bereich mit Gefahrstoffen unerlässlich ist.