© Impressum    Drucken Drucken    Downloads Downloads    Englisch

Jetzt weiden Rinder auf der Permakultur

Foto: Christoph Maurer

Andernach. Die Permakultur „Lebenswelten“ in Eich hat drei neue Bewohner: Drei gut ein Jahr alte weibliche Rinder der Rasse Hereford bevölkern jetzt eine mehr als vier Hektar große Fläche auf dem ökologischen Vorzeigeprojekt. Hier werden sie unter anderem auch als „lebende Rasenmäher“ ihren Beitrag für die ökologische Landschaftspflege auf dieser Kompensationsfläche der Stadt leisten. Darüber hinaus gehört Rinderhaltung traditionell zur Landwirtschaft, die ja ein zentraler Punkt der Permakultur ist.

Diese aus der Eifel (Bitburg) stammenden Tiere können sich nun nach Herzenslust auf dem vier Hektar großen Areal frei bewegen. Dort steht ihnen bald auch ein wind- und wettergeschützter fester Unterstand zur Verfügung, den sie betreten und verlassen können, wie sie es wollen. Diese so genannte Offenstallhaltung ist für Hereford-Rinder ideal. Denn sie sind sehr robust und anpassungsfähig. Nicht nur diese Kriterien gaben den Ausschlag dafür, dass diese Rasse für die Permakultur ausgewählt wurde. Weitere Pluspunkte sind, dass es diese Rasse, die ursprünglich aus dem britischen Herefordshire stammt, schon seit dem 17. Jahrhundert gibt. Schließlich gehört der Erhalt alter Tierrassen zum Programm der Permakultur. Die ausgewählten Tiere sind darüber hinaus genetisch hornlos und sehr gutmütig, was die Haltung erleichtert.

Jetzt können die Rinder die saftigen Wiesen bis etwa Ende des Jahres abweiden. Dann werden sie, wie es in der Landwirtschaft nun einmal üblich ist, geschlachtet. Das Fleisch wird über den Fair-Regio-Laden vermarktet. „Wir haben hier keinen Streichelzoo, sondern betreiben ökologische Landwirtschaft. Und da gehört das Schlachten von Tieren dazu“, betont der Geschäftsführer der für die Permakultur zuständigen Gesellschaft Perspektive, Karl Werf. Im nächsten Jahr werden dann neue Rinder die Weidelandschaft bevölkern.

Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten betont: „Die Rinder sind ein weiterer Beitrag zur Artenvielfalt auf unserem Gelände und ein weiteren Beitrag für das Gesamtprojekt Essbare Stadt, das wir uneingeschränkt und mit vielen neuen Ideen weiter vorantreiben.“  

Das Gelände der „Lebenswelten“ ist eine kommunale Fläche von etwa 14 Hektar Größe nahe dem Ortsteil Eich bei Andernach. Initiiert durch die Perspektive gGmbH konnte im Frühjahr 2008 die Stadt Andernach für die Idee einer Veränderung und Neugestaltung des Geländes nach den Prinzipien der Permakultur gewonnen werden. Grundgedanke der Permakultur ist das Wirtschaften mit er­neuerbaren Energien und naturnahen Stoffkreisläufen im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Nutzung aller Ressourcen. Inzwischen haben sich die „Lebenswelten“ zu einem oft be­suchten Erholungsgebiet für Bürger und Bürgerinnen ent­wickelt. Freizeitmöglichkeiten und landwirtschaftliche Nutzung ergän­zen einander. Elemente wie Bienenweide und Schmetterlings­wiese sind Naturschutz-Ausgleichsflächen. Gemüsegarten und Freigehege für seltene Nutztierrassen die­nen der Bildung von Umwelt-Verständnis bei Mitarbeitern und Besuchern. So bietet das Gelände auch die Möglichkeit von Betreuungs- und Bildungsangeboten für Schulklassen und Kindergärten und ist gleichzeitig Arbeitsort mit sinnvollen und zielführenden Arbeits- und Beschäftigungsangeboten für Mitarbeiter der Per­spektive gGmbH.
Auf der Grundlage der Permakultur ist auch die Idee, Planung Umsetzung der „Essbaren Stadt“ entstanden. Bei der Pflanzung und Pflege sind hier die Teilnehmer täglich im Einsatz.

 

 

Werftstraße zwischen Kreisel und Kreuzung gesperrt

Foto: Christoph Maurer

Andernach. Die Sanierung der Werftstraße geht in die nächste Phase. Jetzt steht der Bereich zwischen Koblenzer Straße und dem Kreisel am Wasserturm an. In der ersten Aprilwoche beginnen die Arbeiten zwischen der Kreuzung Koblenzer Straße und Füllscheuer. Anschließend geht es in Richtung Wasserturm-Kreisel weiter. Für Verkehrsteilnehmer heißt das: Eine Durchfahrt von der Kreuzung an der Koblenzer Straße bis zum Wasserturm und umgekehrt ist nicht möglich, weil die Werftstraße zunächst im unteren Bereich komplett gesperrt werden muss. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten, wenn alles glatt läuft und die Witterung mitspielt, abgeschlossen sein. Die in diesem Bereich ansässigen Firmen können allerdings weiterhin angefahren werden.

In der Werftstraße werden die Versorgungsträger (Gas, Kommunikation) und das Abwasserwerk neue Leitungen verlegen, ehe die Fahrbahn dann erneuert wird. Auch werden bei Bedarf Hausanschlüsse ausgetauscht.

 




Veranstaltungskalender
<< April 2014 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 010203040506
07080910111213
14151617181920
21222324252627
282930    
interaktiver Stadtplan
Wunschkennzeichen