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Existenzgründer sind auf Kurs

Foto: Christoph Maurer

Andernach.net und Jobcenter unterstützen neue Unternehmer – Gründerschiff stach in See 

Andernach. Unterstützung für Existenzgründer: Das haben sich die städtische Gesellschaft Andernach.net und das Gründungszentrum im Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz auf die Fahnen geschrieben und eine Kooperation im Bereich der Gründungsberatung ins Leben gerufen. Dazu gehört auch die Veranstaltung „Gründerschiff Andernach“, die jetzt erstmals angeboten wurde. An Bord des Geysirschiffes Namedy konnten  Andernach.net und das Job-Center etwa 50 Gäste und Existenzgründer begrüßen, auch mit dem Bild eines in See stechenden Schiffes, das die Situation jedes Gründers am Beginn seines Vorhabens wiederspiegelt.

So wünschten der Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, Dr. Alexander Saftig, und Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten den Gründern eine günstige Brise. Beide hoben die exzellenten Rahmenbedingungen für den Start in die Selbständigkeit in Andernach und im Landkreis Mayen-Koblenz hervor.
Im Anschluss daran folgten Impulsreferate zu den Themen Finanzierung und Erfolgsfaktoren der Gründung sowie ein Erfahrungsbericht eines Unternehmers, der vor vier Jahren die Gründung vorgenommen hat. Von allen Vortragenden wurden Leidenschaft, betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse und der Austausch mit anderen Gründern als wichtige Komponenten einer guten Grundausstattung gewertet. Insbesondere letzterer Punkt stand dann im Mittelpunkt der weiteren Veranstaltung. Die Atmosphäre und Gespräche an Bord bildeten hierfür einen idealen Rahmen.

Nach der erfolgreichen ersten Veranstaltung „Gründerschiff“ werden Andernach.net und das Gründungszentrum im Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz, das durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird, weitere Projekte anbieten, um den neuen Unternehmern auf ihrem Weg mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

          

Selbstständigkeit als Ticket aus der Arbeitslosigkeit

Jobcenter Mayen-Koblenz und Stadt Andernach kooperieren: Existenzgründer mit Anspruch auf Arbeitslosengeld können zukünftig auf umfassendes Beratungsangebot bauen

Ganz am Anfang steht immer die Idee für ein Geschäftsmodell. Doch wie setzt man diese Idee in die Realität um? Was muss man in der Startphase eines Unternehmens beachten? Und welche Finanzierungsmodelle oder Fördermöglichkeiten kommen in Frage? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert in der Stadt Andernach zukünftig das Gründungszentrum des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz. Die Kooperation zwischen dem Jobcenter Mayen-Koblenz und der Wirtschaftsförderung Andernach ermöglicht, durch eine Bündelung der bereits vorhandenen Angebote, eine optimale Begleitung und Unterstützung der gründungswilligen Empfänger von Arbeitslosengeld II auf dem Weg in ihre Selbstständigkeit. „Die Wirtschaftsförderung Andernach ist unsere Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft sowie Politik“, sagt Oberbürgermeister Achim Hütten. Landrat Alexander Saftig ergänzt: „Das Gründungszentrum des Jobcenters ist eine individuelle Beratungseinrichtung für arbeitslose Existenzgründer.“ Das gemeinsame Ziel der Kooperationspartner ist es, mit tragfähigen Geschäftsmodellen, dauerhaft möglichst viele Arbeitslose aus der Hilfebedürftigkeit und dem Leistungsbezug herauszuführen. Für Rolf Koch, Geschäftsführer des Mayen-Koblenzer Jobcenters, ist klar: „Die Akteure können mit ihren Kompetenzen nachhaltig zur Steigerung von Existenzgründungen in Andernach und zur dauerhaften Überwindung der Hilfebedürftigkeit von Leistungsbeziehern beitragen. Innovative Geschäftsideen und erfolgreiche Existenzgründungen sind ein Jobmotor und fördern maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region.“

Die Idee zu dieser neuartigen und vielversprechenden Zusammenarbeit zwischen den Vertragspartnern entstand aus der Erkenntnis, dass der Schritt in die Selbstständigkeit für viele Arbeitslose eine attraktive Möglichkeit darstellt, wieder aktiv am Erwerbsleben teilzuhaben. Andererseits hat ein großer Teil der Gründer im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld II Probleme, ausreichende Einkünfte für den Lebensunterhalt aus der Selbstständigkeit zu erzielen. Die Folge ist, dass sie weiterhin Arbeitslosengeld erhalten oder ihre Selbstständigkeit im Laufe der ersten Jahre beenden müssen. Mögliche Ursachen dafür sind, dass die Gründer oftmals unzureichend auf die Selbstständigkeit vorbereitet sind und dass sie nicht über die Netzwerke verfügen, die für eine unternehmerische Tätigkeit förderlich, wenn nicht unabdingbar sind.



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