Ernestus-Platz-Areal: Vermarktung startet _ Bestes Konzept gesucht

Andernach. Die Entwicklung des Grundstückes am Ernestus-Platz gegenüber des Koblenzer Tors geht nun in die vorentscheidende Phase. Das bisher als Parkplatz genutzte 4200 Quadratmeter große Gelände wird im Rahmen einer so genannten Konzeptvergabe zum Verkauf angeboten.  Bei solchen Konzeptvergaben werden Grundstücke der Öffentlichen Hand nicht zum Höchstpreis verkauft, sondern an den Bieter veräußert, dessen Konzept am besten überzeugt.

Die Fläche in zentraler innerstädtischer Lage und im unmittelbaren Umfeld von denkmalgeschützten Objekten wie dem Koblenzer Tor, der Stadtmauer, der Burgruine und zwei Wohngebäuden an der Koblenzer Straße bzw. am Hindenburgwall bietet sich besonders für eine Bebauung mit gemischter Nutzung wie Dienstleistungen, Wohnungsbau aber auch publikumswirksame Geschäfte an.

Die Ausschreibungsunterlagen sind kürzlich fertiggestellt und im Stadtrat abgestimmt worden. Gemäß Stadtratsbeschluss soll der Käufer das Areal entsprechend vordefinierter Ziele bebauen. So ist die Einhaltung der Festsetzungen des Bebauungsplans, die Einhaltung der übrigen Bauvorschriften und der Anschluss an das bestehende Fernwärmenetz vorgegeben.

Für die Beurteilung der eingehenden Bewerbungen hat der Stadtrat eine Bewertungsmatrix beschlossen. Bis zu 100 Punkte können die Konzepte erhalten. Neben der Qualität des städtebaulichen Konzeptes, der Architektur und Materialwahl, werden energetische und ökologische Aspekte berücksichtigt. Auch das Nutzungskonzept spielt eine entscheidende Rolle bei der Punktevergabe. So wird die Qualität und Nachhaltigkeit der Nutzungsmischung berücksichtigt. Es gibt Punkte für Dienstleistungen im Bereich Gesundheitswesen, für das Realisieren verschiedener Wohnformen, für günstige Wohnkosten und soziale Aspekte. Ebenfalls werden Punkte für die Verbindlichkeit der Nutzungen vergeben.

Der Kaufpreis hingegen hat auf die Beurteilung der Bewerbungen keine Auswirkungen, denn der Stadtrat hat sich im Vorfeld auf einen fixen Preis von 280 Euro pro Quadratmeter festgelegt.

Interessenten können bis März ihre Konzepte erarbeiten und bei der Stadtverwaltung einreichen. Nach vollständiger Erfassung und Auswertung der Angebote wird sich der Stadtrat mit den Entwürfen befassen und voraussichtlich im Frühsommer über den Zuschlag entscheiden. Die Realisierung des Konzeptes wird dann mit dem Käufer vertraglich festgeschrieben.