Freie Parkplätze und E-Ladestationen mit einem Klick aufs Handy

Wo gibt es freie Parkplätze? Welche Elektro-Ladestationen sind belegt – welche nicht? Welchen Behindertenparkplatz kann ich ansteuern? In Andernach können Autofahrer diese Informationen ganz einfach und mit wenigen Klicks auf ihrem Endgerät – ob Tablet, Smartphone oder PC – abrufen. Mit der neuen LoRaWan-Funktechnik und speziellen Sensoren ist dies problemlos möglich. Damit hat Andernach den Grundstein auf dem Weg zur Smart City gelegt.

LoRaWan steht für „Long Range Wide Area Network“ als Teilbereich des Internet of Things (IoT). Es handelt es sich um ein Netzwerk, bei dem Sensoren Daten über hohe Reichweiten von bis zu 15 Kilometern mit geringer Größe an eine Basisstation übermitteln, die in Andernach auf dieser Homepage unter dem Begriff "Smart Parking" ausgespielt werden:

Die Stadtwerke Andernach haben im vergangenen halben Jahr gemeinsam mit ihrem strategischen Partner, der Energieversorgung Mittelrhein (evm), drei Antennen im Bereich der Altstadt mit Ausrichtung bis zum Hafen ein Funknetz aufgebaut, das für interne Zwecke wie die Fernauslesung der Stromzähler im Hafen genutzt wird. Dieses LoRaWan-Netz nutzt die Stadt Andernach in einem ersten Schritt, um den Parkplatz am Geysir-Zentrum, die öffentlichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und um einige Behindertenparkplätze online aufzuführen und deren Belegungszustand anzuzeigen. „Mit diesen ersten wenigen Anwendungen loten wir aus, wie funktional und hilfreich dieses System für Bürger und Besucher unserer Stadt ist“, erläutert Oberbürgermeister Achim Hütten und ergänzt: „Nach einer Testphase werden wir sehen, ob, wie und in welchen Bereichen wir dieses System ausbauen.“ Denkbar wäre ein Einsatz zur Personenzählung bei Veranstaltungen, zur Messung der Bodenfeuchte für intelligente Bewässerungssysteme der Grünflächen oder das Netz und die Sensoren auch dienstleistend beispielsweise für Unternehmen anzubieten.

Für den kaufmännischen Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach, Lars Hörnig, nutzt das System nicht nur den Autofahrer, sondern auch der Umwelt. „Durch diese Parkraumsteuerung reduzieren wir auch den Park-Suchverkehr und leisten damit einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz.“  Christian Jochemich, Leiter Innovationsmanagement der evm, freut sich, dass die Stadt Andernach die junge Technik für praktische Anwendungen nutzt: „Damit hat Andernach einen großen Schritt in Richtung Smart City gemacht.“