Stadt wertet Nettewiese ökologisch auf

Die als „Ökokonto“ der Stadt Andernach genutzte Wiese südlich des Gutes zur Nette wird ökologisch aufgewertet. So sät die Stadt im kommenden Frühjahr unter anderem blütenreiche Kräutermischungen aus, um Insekten wie Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und vielen mehr einen nektarreichen Lebensraum zu bieten. Damit will die Stadt auch dem Rückgang der Insektenpopulation entgegenwirken.

Bei der Vorbereitung dieser Arbeiten stellten städtische Mitarbeiter an mehreren Bäumen entlang des Netteufers Schäden durch Pilzbefall und Fäulnis fest. Auch stehen mehrere Gehölze sehr schief. Dies gefährdet Nutzer des Rad- und Wanderwegs. Die Stadt Andernach wird nach dem 17. Januar durch gezielte Rückschnitte und einzelne Fällungen die Verkehrssicherheit wieder herstellen. Wertvolle Biotopbäume mit Spechtlöchern oder Höhlen werden dabei ausgespart und nur so beschnitten, dass die Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten erhalten bleiben. So können diese so genannten Habitatbäume auch im kommenden Jahr von Vögeln zur Brut oder Fledermäusen zur Jungenaufzucht genutzt werden.

In diesem Zusammenhang appelliert die Stadtverwaltung an Spaziergänger, insbesondere mit Hund, die Wiesenfläche grundsätzlich nur auf den bereits vorhandenen Trampelpfaden zu betreten, den Kot der Hunde einzusammeln und zu Hause zu entsorgen. Das Heu der extensiv genutzten Wiese soll weiterhin als wertvolles Futter für Tiere genutzt werden. Keime aus dem Hundekot im Heu stellen eine Gefahr für Pferde, Rinder oder Schafe dar. Während der nun anstehenden Schnittarbeiten an den Bäumen bitten die Stadt darum, den Bereich aus Sicherheitsgründen zu meiden.