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"Ons Schwemmbad": Die Sanierung läuft

Foto: Christoph Maurer

Andernach. Die Sanierung des Freibads läuft. Im Juni kommenden Jahres sollen sich dann die Tore des dann komplett sanierten Freibads öffnen. Rund 3,76 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Davon tragen 500.000 Euro das Land, 200.000 Euro der Kreis und die verbleibenden gut 3 Millionen Euro finanziert die Stadt Andernach.

„Ons Schwemmbad“ ist in die Jahre gekommen. Seit 1958 ist das Freibad in Betrieb – größtenteils unverändert. Doch der Zahn der Zeit nagte unaufhörlich an der Anlage: Die Beckenränder bröckeln, das Becken selbst ist marode, die Leitungen, Pumpen und technische Anlagen sind über ihre eigentliche Laufzeit schon lange hinaus und entsprechen auch nicht mehr den heutigen Mindestanforderungen. „Schon vor etwa 20 Jahren haben uns Experten dringend geraten, das Bad zu sanieren“, sagt Oberbürgermeister Achim Hütten. Doch der Mannschaft um Betriebsleiter Bodo Neunheuser und Schwimmmeister Ludwig Wiemer ist es Jahr für Jahr gelungen, das Freibad mit günstigen Bordmitteln für die Saisons herzurichten. „Jetzt ist aber das Ende der Fahnenstange erreicht, und wir müssen nun richtig anpacken“, so Hütten, der ergänzt: „Jetzt sind Kredite so günstig wie nie. Deshalb legen wir jetzt los. Im Übrigen ist mir der Erhalt des Freibads für unsere Bürgerinnen und Bürger selbst ein großes Anliegen“, betont der Oberbürgermeister, der die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Mainzer Innenministerium und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hervorhebt. „Innenminister Roger Lewentz hat Wort gehalten“, betont der OB, der auch Landrat Dr. Alexander Saftig für die Unterstützung dankt.
Am 26. August öffnete das Freibad zum letzten Mal in seiner jetzigen Form seine Türen. Einen Tag später begann das Freibadteam mit den Vorbereitungsarbeiten. Hauptsächlich müssen alle Aufbauten wie Bänke und Spielanlagen demontiert werden. Mitte September rollen die Fachfirmen an.
Das Becken bleibt grundsätzlich in seiner jetzigen Form und Größe erhalten. Lediglich die der Bereich, in den die Bogenrutsche mündet, wird abgetrennt. Hier entsteht das neue Kinderbecken – ohne die Bogenrutsche. „Es wird mit Folie ausgekleidet, so wie das bisherige Kinderbecken auch – und hier hält die Folie schon seit mehr als 20 Jahren“, erklärt Bodo Neunheuser. Der alte wasser- und energiefressende Planschbereich verschwindet. An dieser Stelle entsteht ein neuer Spielbereich.
Das eigentliche Schwimmerbecken erhält komplett eine hochwertige Edelstahlwanne. Die Umrandungen, die Pflasterwege um den Pool werden neu hergerichtet. Hochwertige Sitzgelegenheiten aus Holz und Gabionen entstehen. Dort, wo sich jetzt unter anderem das Mühle- und Schachspiel befinden entsteht unter einem riesigen Sonnensegel ein Wasserspielplatz mit modernen Attraktionen vor allem für Kinder. Die „Brettspiele“ werden in den Bereich des alten Kinderbeckens verlegt. Das Schwimmbad wird mit einer Schwallwasseranlage ausgerüstet. So läuft überschwappendes Wasser nicht mehr wie bisher in den Kanal, sondern wird in den Wasserkreislauf der Anlage zurückgeführt. Dafür entsteht ein neues Pumpenhaus, dessen Dach eine Sonnenterrasse ziert.
Die alten Mehrzweckgebäude bleiben erhalten. Die Dachflächen werden aber neu hergerichtet und mit einer so genannten Obsorberanlage versehen. Mit dieser Sonnenergieanlage wird das Wasser für die Schwimmbecken geheizt. Die Grünanlagen, die Spielgeräte, das Volleyballfeld, die Grillmöglichkeit – all dies bleibt. Jetzt aber geht es erst einmal an die Ausschreibungen der Arbeiten. „Und dann können wir hoffentlich nächstes Jahr im Juni die große Eröffnung feiern“, freut sich Hütten.

35.000. Besucher im Andernacher Freibad

Mit einer 40-er-Karte und einem Blumenstrauß gratulieren Bürgermeister Claus Peitz (2. von rechts), Betriebsleiter Bodo Neunheuser (rechts) sowie Schwimmmeister Ludwig Wiemer (links) dem 35.000 Besucher. Es ist Thomas Lomp aus Neuwied, der gemeinsam mit seiner Frau Ulrike schon seit vielen Jahren zum Schwimmen nach Andernach kommt. Foto: Stadt Andernach/Maurer

Andernach. Die lange Hitzeperiode dieses Sommers hat dem Freibad einen riesigen Besucheransturm beschert. So konnte jetzt der 35.000. Badegast für dieses Jahr empfangen werden. Es ist der Neuwieder Thomas Lomp (58), der mit seiner Frau Ulrike (58) schon seit vielen Jahren nach Andernach ins Freibad kommt. Jetzt überraschten ihn Bürgermeister Claus Peitz, Betriebsleiter Bodo Neunheuser und Schwimmmeister Ludwig Wiemer mit einem Blumenstrauß und einer 40-er-Eintrittskarte für „Ons Schwemmbad“. Thomas Lomp und seine Frau freuten sich riesig. Denn obwohl sie in Neuwied wohnen, kommen sie zum Schwimmen nach Andernach. Sie sind echte „Ons Schwemmbad-Fans“. „Hier ist es einfach sehr schön, und die Atmosphäre ist so familiär. Das gefällt uns“, sagte Thomas Lomp. Die 40-er-Karte werden die beiden erst in der nächsten Saison nutzen können. Denn ab dem 27. August ist das Freibad geschlossen. Denn dann sind die großen Sanierungsarbeiten im Gange.


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