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Lebende Krippe strahlt im Weihnachtsdorf

Foto: Christoph Maurer

Andernach. In Andernach gehört sie zur festlichsten Zeit des Jahres wie Tannenbaum und Weihnachtsmann: Die „Lebende Krippe“. Das einzigartige Kleinod auf dem Marktplatz verzaubert seit mehr als 25 Jahren Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Zunächst öffnet das Weihnachtsdorf am Montag, 26. November seine Pforten. Und am Freitag, 30. November, ist die Darstellung der Weihnachtsgeschichte in der „Lebenden Krippe“ um 15 Uhr erstmals zu sehen. Bis zum 23. Dezember hat das Weihnachtsdorf täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Hier werden weihnachtlichen Geschenkideen in festlich dekorierten Holzbüdchen angeboten. Auch die große urige Hütte, die bereits in den vergangenen Jahren die Besucher scharenweise angezogen hat, ist im Herzen von Andernach wieder dabei. In dieser beheizten Hütte, die etwa 70 Personen Platz bietet, ist immer etwas los. Sie lädt zum Essen, Trinken, Quatschen oder einfach nur zum Verweilen ein. Auch gesellige Abende oder Weihnachtsfeiern sind in der Hütte möglich.
An den Wochenenden, jeweils freitags, samstags und sonntags, gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit heimischen Gruppen, Chören und Musikern sowie professionellen Unterhaltern. Der Höhepunkt an diesen Tagen sind die Aufführungen der Weihnachtsgeschichte in der Lebenden Krippe mit Laiendarstellern, lebenden Tieren und dem ganz besonderen Flair. Bis einschließlich Sonntag, 23. Dezember, wird an jedem Adventswochenende die Weihnachtsgeschichte um 15 und 18 Uhr gezeigt. „Dieses einzigartige Erlebnis verdanken wir hauptsächlich den ehrenamtlich tätigen Krippenbauern und den Darstellern“, betont Oberbürgermeister Achim Hütten. „Hier wird deutlich, wie wichtig das Ehrenamt für uns alle in Andernach ist. Dieser Einsatz bereichert das Leben in unserer schönen Stadt“, hebt Hütten hervor, der auch der Familie Heinen dankt, die dem Weihnachtsdorf ein neues und festliches Gewand verliehen hat.
Übrigens: Die städtische Gesellschaft Andernach.net hält rund um das Weihnachtsdorf entsprechende attraktive Pauschalangebote bereit. Diese beinhalten unter anderem eine Fackelführung durch die historische Altstadt, den Besuch des Weihnachtsdorfes inklusive eines Glühweins und das Erlebnis Lebende Krippe. Informationen dazu erteilt die Gesellschaft Andernach.net, Telefon 02632/987 948 0, E-Mail info@andernach.net. Wer mit Freunden, Kollegen oder dem Verein eine zünftige Weihnachtsfeier in der großen Hütte buchen möchte, der wendet sich an die Firma Heinen, Telefon 0163/4000 400, E-Mail heinenneuwied@aol.com.

Tombola: Wer die „Lebende Krippe“ unterstützen möchte, kann sich mit einer Sach- oder Geldspende für die Tombola zum Erhalt dieses Kleinods beteiligen. Die Spenden werden im Weihnachtsdorf auf dem Marktplatz am Stand der Andernach.net GmbH verlost. Der Erlös ist ausschließlich für den Erhalt der „Lebenden Krippe“ bestimmt. Spenden können bei der Tourist-Information der Andernach.net GmbH, Konrad-Adenauer-Allee 40 (1. Etage Geysir-Zentrum), wochentags in der Zeit von 9 bis 17.30 Uhr abgegeben werden. Nach individueller Terminvereinbarung werden Spenden auch gerne abgeholt.  Alle Unterstützer der „Lebenden Krippe“ werden im Rahmen einer Sponsorentafel auf dem Marktplatz  während der gesamten Dauer des Weihnachtsdorfs aufgeführt.

Weitere Informationen zu einer Sponsorenunterstützung: Andernach.net GmbH; Ansprechpartnerin Bregita Eichelhardt; Telefon 02632/987-948-32, E-Mail eichelhardt@andernach.net .

 

Hochwasser: Stadt stellt mit Bürgerinnen und Bürgern ein Schutzkonzept auf

Andernachs Bürgermeister Claus Peitz enthüllt die Marke am Rheintor, die den Stand eines Extremhochwassers anzeigt. Links unten ist die Marke zu sehen, die den Pegelstand markiert, bis zu dem die Hochwasserschutzwand die Fluten zurückhält. Foto: Stadt Andernach/Maurer

Workshop am Dienstag, 25. September, 19 Uhr, Grundschule St. Stephan

>>Infotext mit allen Grafiken und nützlichen Links zum Herunterladen

Andernach. Schon immer leben die Andernacher mit dem Rhein, mit seinen und Vorteilen, aber auch mit seinen Gefahren. Doch schon viele Jahre sind große Hochwasser ausgeblieben. Moderne Technik, die Pegelstände ziemlich genau vorhersagen kann und eine Hochwasserschutzwand vermitteln ein großes Sicherheitsgefühl. Doch dieses Gefühl ist trügerisch. Erst im Januar blickten vor allem die Rheinanlieger gebannt auf die steigenden Pegelstände, die eine Höhe zu erreichen drohten, bei der die Schutzwand überflutet worden wäre. Die Wetterlagen werden extremer. Hitzeperioden folgen Unwetter mit Startregen und Überschwemmungen. Mit einem örtlichen Hochwasserschutzkonzept möchte die Stadt gegen das Vergessen der Ereignisse von 1993 und 1995 arbeiten und deutlich machen, dass der Rhein noch sehr viel höher steigen und dass dann die Schutzwand an ihre Grenzen stoßen kann, dass aber Vorbereitung und Vorsorge die verheerenden Folgen eines Extremereignisses abmildern können. Dieses Hochwasserschutzkonzept möchte die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten. Das Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz, das Ingenieurbüro für Wasserbau und Wasserwirtschaft „Franke + Knittel und das Kompetenzzentrum für Hochwassermanagement und Bauvorsorge in Kaiserslautern sind dafür mit im Boot. In einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 30. August, 19 Uhr, Historisches Rathaus, wurden die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert. In den folgenden Wochen sind dann Workshops geplant:
1.    Bereich Namedy; am Dienstag, 11.09.2018, 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus in Namedy
2.    Hochwasser Andernach Stadt, Mittwoch, 19.09.2018, 19.00 Uhr im historischen Rathaus, Ratssaal
3.    Bereich Miesenheim (Nette) sowie Burgerberg /Südhöhe (Starkregenthematik) am Dienstag, 25.09.2018, 19 Uhr, Aula Grundschule St. Stephan, Taubektränke 51

Das Land Rheinland-Pfalz hat für die Flüsse im Land sogenannte Hochwassergefahrenkarten erstellt (www.hochwassermanagement.rlp.de). Daraus geht hervor, wie hoch das Wasser steigen kann und welche Bereiche dann überflutet sind. 1993 wurde ein Pegelstand von 10,51 Meter erreicht, das ist ein Hochwasser, wie es statistisch gesehen einmal in 60 Jahren auftritt. Hochwasserereignisse wie 2002 an der Elbe und 2013 an Elbe und Donau haben gezeigt, dass auch in Deutschland extreme Hochwasserstände erreicht werden können. Für Andernach würde dies einen Pegelstand von 12,70 Meter bedeuten und läge rund zwei Meter über dem Hochwasser von 1993.
Gegen solche und noch größeren Hochwasserereignisse gibt es keine Schutzanlagen. Betroffen wären dann nicht nur die Bereiche, die unmittelbar am Fluss liegen, das Wasser würde bis in die Innenstadt strömen, wie die Gefahrenkarten zeigen. Neben der direkten Betroffenheit durch das Wasser im Haus wären vermutlich auch zahlreiche weitere Menschen indirekt betroffen, beispielsweise durch den Ausfall der Strom- und Trinkwasserversorgung, die Sperrung der Bahnlinie oder zahlreicher Straßen, mit der Folge immenser Schäden. Hochwasser lassen sich nicht verhindern, doch die Schäden können verringert werden, wenn rechtzeitig und ausreichend Vorsorge getroffen wird. Dazu werden im Rahmen des örtlichen Hochwasserschutzkonzepts die erforderlichen Maßnahmen festgelegt, die für die Stadt Andernach angemessen und realistisch sind. Die Umsetzung kann nur gelingen, wenn die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mitgenommen werden. Denn auch sie haben Verantwortung, durch Eigenvorsorge die Schäden zu verringern. Hochwasservorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Betroffenen, der Stadt und des Staates.
Der Prozess wird vom Ingenieurbüro Francke und Knittel begleitet und darüber hinaus durch die Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes unterstützt.

Fragen, die im Rahmen von Bürgerversammlung und Workshops behandelt werden, sind:
-       Welche Bereiche der Stadt können bei Hochwasser überflutet werden?
-       Welche Folgen hat das?
-       Wie sind wir (die Stadt und die Betroffenen) auf Hochwasser vorbereitet?
-       Wo sind Defizite und Probleme? Wie können diese gelöst werden?

Folgende Themenkomplexe werden bearbeitet:
·         Optimierung von Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz, Alarm- und Einsatzplanung, Ausstattung der Feuerwehren (z. B. Pumpen, Material, etc.)
·         Optimierung der Warnung vor Hochwasser und Extremwetter
·         hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren im öffentlichen und privaten Bereich
·         Sensibilisierung und Vorbereitung der Betroffenen. Zu den Möglichkeiten der privaten Vorsorge gehören z.B.
o   Schutzmaßnahmen an den Häusern und Anlagen
o   Hochwasserversicherung
o   richtiges Verhalten, wenn Hochwasser kommt, auch in Abstimmung mit der gemeindlichen Gefahrenabwehr
·         Überprüfung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Energieversorgung)
·         technische Schutzmaßnahmen am Rhein

In Andernach ist nicht nur das Hochwasser des Rheins relevant. Das gesamte Stadtgebiet ist zudem gefährdet durch Starkregenereignisse, wie sie erst kürzlich in vielen Teilen von Rheinland-Pfalz aufgetreten sind und dort Schäden in Millionenhöhe hinterlassen haben, z.B. in Herrstein im Hunsrück oder Dudeldorf in der Eifel. Im Gegensatz zum Rheinhochwasser gibt es keine exakte Vorhersage solcher Ereignisse und demzufolge praktisch keine Vorbereitungszeit. Doch Vorsorge kann trotzdem getroffen werden. Starkregenkarten des Landesamtes für Umwelt lassen Schlüsse zu, an welchen Stellen sich das Wasser bei Starkregen besonders konzentriert und zu einer Gefahr für die Ortslage werden kann.
Im Rahmen des örtlichen Hochwasserschutzkonzepts soll auch die Starkregengefährdung betrachtet werden. Folgende Themen werden über die o.g. hinaus behandelt:
·         technische Schutzmaßnahmen an Bächen, z. B. Vergrößerung des Abflussquerschnitts, Entschärfung hydraulischer Engpässe, Rückhaltebecken, Schaffen von Notabflusswegen;
·         Gewässerunterhaltung und Treibgutrückhalt
·         Optimierung der Außengebietsentwässerung, z.B. Anlegen von leistungsfähigen Sand­ und Geröllfängen
·         Wasserrückhalt in der Fläche, wie z. B. hochwassermindernde Flächenbewirtschaftung der Land- und Forstwirtschaft

 


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