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EdiCitNet-Projekt: Die Welt zu Gast in der Essbaren Stadt

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Oslo, Rotterdam, Berlin, Havanna entwerfen mit der Stadt Andernach gemeinsam neue Konzepte einer nachhaltigen Stadtentwicklung

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Andernach. Das Konzept der „Essbaren Stadt“ ist mittlerweile weit über die Grenzen von Deutschland und Europa hinaus im Fokus zahlreicher Städte. So wurde das EU-geförderte Forschungsprojekt "EdiCitNet" (Edible Cities Network - integrating edible city solutions for social resilient and sustainable productive cities) ins Leben gerufen.

Unter der Leitung der Humboldt Universität Berlin startete das EdiCitNet-Projekt mit einem ersten Städte-Treffen in Andernach. 43 Teilnehmer aus zehn verschiedenen Partnerstädten (Andernach, Rotterdam Oslo, Berlin, Letchworth, Lomé, Montevideo, Sempeter, Ljubljana, Barcelona) sowie 14 Institutionen wie Universitäten aus England, Österreich und Spanien oder spezielle Wassertechnik-Unternehmen trafen sich in der Bäckerjungenstadt, die im Bereich „Essbare Stadt“ eine Vorreiterrolle einnimmt.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die Entwicklung von Essbare-Stadt-Visionen für die Folgestädte und Vernetzung mit relevanten Partnern aus den Begleit-Institutionen, die bei der Umsetzung der Visionen helfen können. Außerdem ging es um die Vernetzung der Konsortiumsmitglieder und um die Strategieentwicklung für den Informationsaustausch während der Projektlaufzeit von fünf Jahren.
Diskussion über Strategien zur Einbindung von Stadtverwaltung und Interessensvertretern zur Umsetzung der essbaren Stadt stehen ebenso an wie Gespräche über so genannte Real-Labore in den Vorreiter-Städten und deren wissenschaftliche Begleitung.
Das EdiCitNet-Projekt beinhaltet einen Zusammenschluss von insgesamt 33 Städten und Forschungseinrichtungen der EU und dem internationalen Raum. Als sogenannte „Front-Runner-City" übernimmt Andernach zusammen mit Oslo, Rotterdam und Havanna eine führende Rolle in dem Projekt. Die hier erarbeiteten Konzepte und Projekte dienen anderen Städten [Berlin (Deutschland), Sant de Feliu de Llobregat (bei Barcelona in Spanien), Sempeter pri Gorici (Slowenien), Letchworth (England), Montevideo (Uruguay), Karthago (Tunesien), Lomé (Togo)] als Vorbild, um dort ebenfalls Essbare Städte aufzubauen.
Konzepte, Projekte und Methoden sollen in sogenannten "Real-Laboren" in der Praxis getestet und weiterentwickelt werden. Das Real-Labor von Andernach wird zwischen Schwimmbad und Jugendzentrum auf einer Fläche von ca. 8000m2 realisiert. Die Pflege der Fläche wird durch die Perspektive GmbH gewährleistet.
Der Fokus des Real-Labors liegt auf der Integration von Kindern und Jugendlichen in das Projekt „Essbare Stadt“. Durch die unmittelbare Nähe des Real-Labors zum Jugendzentrum wird die Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum der Ausgangspunkt für Projektentwicklungen darstellen. Die Einbindung weiterer Projektpartner (z.B. Schulen, Kindergärten), sowie die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern ist ein weiteres Ziel. Neben sozialen Projekten soll das Thema Biodiversität eine wichtige Rolle in der Konzeptionierung von Vorhaben im Real-Labor spielen.
Andernach möchte mit den EU-Projektmitteln nicht nur einen substantiellen flächenmäßigen Ausbau der „Essbaren Stadt“ vorantreiben, sondern insbesondere eine inhaltliche Erweiterung in soziale, bildungspolitische und ökologische Bereiche erreichen. Die Essbare Stadt soll mithilfe des Projektes für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Andernach erlebbarer werden. Die Aspekte Wissenschaft und Bildung treten in den Vordergrund, wobei die starke Vernetzung internationaler Forschungseinrichtungen neue Möglichkeiten für Projektgestaltungen eröffnet.
Die konkreten nächsten Schritte in Andernach sind die physische Gestaltung der Real-Labor-Fläche (Bodenbearbeitung, Bepflanzung etc.) und parallel dazu die Konzeptionierung erster Projekte in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum.

Mit dem Projekt „Essbare Stadt“ möchte Andernach grundsätzlich ihre Grünflächen langfristig als grüne und nachhaltige Stadt lebendig und vielgestaltig entwickeln. Hierbei stehen vor allem Aspekte der Nachhaltigkeit, der Biodiversität und der urbanen Landwirtschaft im Mittelpunkt. Neben der attraktiven Gestaltung der Grünflächen der Stadt sollen diese gleichzeitig im Sinne einer Multifunktionalität ökologische, ökonomische und auch ästhetische Funktionen gleichermaßen unterstützen. Erklärtes Ziel der Umgestaltungen ist es, zukünftig die städtischen Grünflächen der Stadt wieder erlebbarer zu machen. Hierbei soll das städtische Grün nicht nur für die Augen, sondern auch durch Duft und Geschmack erlebbar gestaltet werden. 

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