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Hochwasser: Stadt stellt mit Bürgerinnen und Bürgern ein Schutzkonzept auf

Andernachs Bürgermeister Claus Peitz enthüllt die Marke am Rheintor, die den Stand eines Extremhochwassers anzeigt. Links unten ist die Marke zu sehen, die den Pegelstand markiert, bis zu dem die Hochwasserschutzwand die Fluten zurückhält. Foto: Stadt Andernach/Maurer

Auftaktveranstaltung am 30. August im Historischen Rathaus

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Andernach. Schon immer leben die Andernacher mit dem Rhein, mit seinen und Vorteilen, aber auch mit seinen Gefahren. Doch schon viele Jahre sind große Hochwasser ausgeblieben. Moderne Technik, die Pegelstände ziemlich genau vorhersagen kann und eine Hochwasserschutzwand vermitteln ein großes Sicherheitsgefühl. Doch dieses Gefühl ist trügerisch. Erst im Januar blickten vor allem die Rheinanlieger gebannt auf die steigenden Pegelstände, die eine Höhe zu erreichen drohten, bei der die Schutzwand überflutet worden wäre. Die Wetterlagen werden extremer. Hitzeperioden folgen Unwetter mit Startregen und Überschwemmungen. Mit einem örtlichen Hochwasserschutzkonzept möchte die Stadt gegen das Vergessen der Ereignisse von 1993 und 1995 arbeiten und deutlich machen, dass der Rhein noch sehr viel höher steigen und dass dann die Schutzwand an ihre Grenzen stoßen kann, dass aber Vorbereitung und Vorsorge die verheerenden Folgen eines Extremereignisses abmildern können. Dieses Hochwasserschutzkonzept möchte die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten. Das Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz, das Ingenieurbüro für Wasserbau und Wasserwirtschaft „Franke + Knittel und das Kompetenzzentrum für Hochwassermanagement und Bauvorsorge in Kaiserslautern sind dafür mit im Boot. In einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 30. August, 19 Uhr, Historisches Rathaus, werden die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert. In den folgenden Wochen sind dann Workshops geplant:
1.    Bereich Namedy; am Dienstag, 11.09.2018, 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus in Namedy
2.    Hochwasser Andernach Stadt, Mittwoch, 19.09.2018, 19.00 Uhr im historischen Rathaus, Ratssaal
3.    Bereich Miesenheim (Nette) sowie Burgerberg /Südhöhe (Starkregenthematik) am Dienstag, 25.09.2018, Aula Grundschule St. Stephan, Taubektränke 51

Das Land Rheinland-Pfalz hat für die Flüsse im Land sogenannte Hochwassergefahrenkarten erstellt (www.hochwassermanagement.rlp.de). Daraus geht hervor, wie hoch das Wasser steigen kann und welche Bereiche dann überflutet sind. 1993 wurde ein Pegelstand von 10,51 Meter erreicht, das ist ein Hochwasser, wie es statistisch gesehen einmal in 60 Jahren auftritt. Hochwasserereignisse wie 2002 an der Elbe und 2013 an Elbe und Donau haben gezeigt, dass auch in Deutschland extreme Hochwasserstände erreicht werden können. Für Andernach würde dies einen Pegelstand von 12,70 Meter bedeuten und läge rund zwei Meter über dem Hochwasser von 1993.
Gegen solche und noch größeren Hochwasserereignisse gibt es keine Schutzanlagen. Betroffen wären dann nicht nur die Bereiche, die unmittelbar am Fluss liegen, das Wasser würde bis in die Innenstadt strömen, wie die Gefahrenkarten zeigen. Neben der direkten Betroffenheit durch das Wasser im Haus wären vermutlich auch zahlreiche weitere Menschen indirekt betroffen, beispielsweise durch den Ausfall der Strom- und Trinkwasserversorgung, die Sperrung der Bahnlinie oder zahlreicher Straßen, mit der Folge immenser Schäden. Hochwasser lassen sich nicht verhindern, doch die Schäden können verringert werden, wenn rechtzeitig und ausreichend Vorsorge getroffen wird. Dazu werden im Rahmen des örtlichen Hochwasserschutzkonzepts die erforderlichen Maßnahmen festgelegt, die für die Stadt Andernach angemessen und realistisch sind. Die Umsetzung kann nur gelingen, wenn die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mitgenommen werden. Denn auch sie haben Verantwortung, durch Eigenvorsorge die Schäden zu verringern. Hochwasservorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Betroffenen, der Stadt und des Staates.
Der Prozess wird vom Ingenieurbüro Francke und Knittel begleitet und darüber hinaus durch die Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes unterstützt.

Fragen, die im Rahmen von Bürgerversammlung und Workshops behandelt werden, sind:
-       Welche Bereiche der Stadt können bei Hochwasser überflutet werden?
-       Welche Folgen hat das?
-       Wie sind wir (die Stadt und die Betroffenen) auf Hochwasser vorbereitet?
-       Wo sind Defizite und Probleme? Wie können diese gelöst werden?

Folgende Themenkomplexe werden bearbeitet:
·         Optimierung von Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz, Alarm- und Einsatzplanung, Ausstattung der Feuerwehren (z. B. Pumpen, Material, etc.)
·         Optimierung der Warnung vor Hochwasser und Extremwetter
·         hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren im öffentlichen und privaten Bereich
·         Sensibilisierung und Vorbereitung der Betroffenen. Zu den Möglichkeiten der privaten Vorsorge gehören z.B.
o   Schutzmaßnahmen an den Häusern und Anlagen
o   Hochwasserversicherung
o   richtiges Verhalten, wenn Hochwasser kommt, auch in Abstimmung mit der gemeindlichen Gefahrenabwehr
·         Überprüfung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Energieversorgung)
·         technische Schutzmaßnahmen am Rhein

In Andernach ist nicht nur das Hochwasser des Rheins relevant. Das gesamte Stadtgebiet ist zudem gefährdet durch Starkregenereignisse, wie sie erst kürzlich in vielen Teilen von Rheinland-Pfalz aufgetreten sind und dort Schäden in Millionenhöhe hinterlassen haben, z.B. in Herrstein im Hunsrück oder Dudeldorf in der Eifel. Im Gegensatz zum Rheinhochwasser gibt es keine exakte Vorhersage solcher Ereignisse und demzufolge praktisch keine Vorbereitungszeit. Doch Vorsorge kann trotzdem getroffen werden. Starkregenkarten des Landesamtes für Umwelt lassen Schlüsse zu, an welchen Stellen sich das Wasser bei Starkregen besonders konzentriert und zu einer Gefahr für die Ortslage werden kann.
Im Rahmen des örtlichen Hochwasserschutzkonzepts soll auch die Starkregengefährdung betrachtet werden. Folgende Themen werden über die o.g. hinaus behandelt:
·         technische Schutzmaßnahmen an Bächen, z. B. Vergrößerung des Abflussquerschnitts, Entschärfung hydraulischer Engpässe, Rückhaltebecken, Schaffen von Notabflusswegen;
·         Gewässerunterhaltung und Treibgutrückhalt
·         Optimierung der Außengebietsentwässerung, z.B. Anlegen von leistungsfähigen Sand­ und Geröllfängen
·         Wasserrückhalt in der Fläche, wie z. B. hochwassermindernde Flächenbewirtschaftung der Land- und Forstwirtschaft

 

Freibad: Sanierung beginnt Ende August

Foto: Christoph Maurer

Andernach. Grünes Licht für die Sanierung des Andernacher Freibads: Nachdem das Land jetzt 500.000 Euro Fördergelder zugesichert hat, beginnen die Arbeiten voraussichtlich am 27. August. Im Juni kommenden Jahres sollen sich dann die Tore des dann komplett sanierten Freibads öffnen. Rund 3,76 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Davon tragen 500.000 Euro das Land, 300.000 Euro der Kreis und die verbleibenden knapp 3 Millionen Euro finanziert die Stadt Andernach.

„Ons Schwemmbad“ ist in die Jahre gekommen. Seit 1958 ist das Freibad in Betrieb – größtenteils unverändert. Doch der Zahn der Zeit nagte unaufhörlich an der Anlage: Die Beckenränder bröckeln, das Becken selbst ist marode, die Leitungen, Pumpen und technische Anlagen sind über ihre eigentliche Laufzeit schon lange hinaus und entsprechen auch nicht mehr den heutigen Mindestanforderungen. „Schon vor etwa 20 Jahren haben uns Experten dringend geraten, das Bad zu sanieren“, sagt Oberbürgermeister Achim Hütten. Doch der Mannschaft um Betriebsleiter Bodo Neunheuser und Schwimmmeister Ludwig Wiemer ist es Jahr für Jahr gelungen, das Freibad mit günstigen Bordmitteln für die Saisons herzurichten. „Jetzt ist aber das Ende der Fahnenstange erreicht, und wir müssen nun richtig anpacken“, so Hütten, der ergänzt: „Jetzt sind Kredite so günstig wie nie. Deshalb legen wir jetzt los. Im Übrigen ist mir der Erhalt des Freibads für unsere Bürgerinnen und Bürger selbst ein großes Anliegen“, betont der Oberbürgermeister, der die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Mainzer Innenministerium und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hervorhebt. „Innenminister Roger Lewentz hat Wort gehalten“, betont der OB, der auch Landrat Dr. Alexander Saftig für die Unterstützung dankt.
Am Sonntag, 26. August, wird das Freibad voraussichtlich zum letzten Mal in seiner jetzigen Form öffnen. Einen Tag später soll das Freibadteam mit den Vorbereitungsarbeiten beginnen. Hauptsächlich müssen alle Aufbauten wie Bänke und Spielanlagen demontiert werden. Mitte September rollen die Fachfirmen an.
Das Becken bleibt grundsätzlich in seiner jetzigen Form und Größe erhalten. Lediglich die der Bereich, in den die Bogenrutsche mündet, wird abgetrennt. Hier entsteht das neue Kinderbecken – ohne die Bogenrutsche. „Es wird mit Folie ausgekleidet, so wie das bisherige Kinderbecken auch – und hier hält die Folie schon seit mehr als 20 Jahren“, erklärt Bodo Neunheuser. Der alte wasser- und energiefressende Planschbereich verschwindet. An dieser Stelle entsteht ein neuer Spielbereich.
Das eigentliche Schwimmerbecken erhält komplett eine hochwertige Edelstahlwanne. Die Umrandungen, die Pflasterwege um den Pool werden neu hergerichtet. Hochwertige Sitzgelegenheiten aus Holz und Gabionen entstehen. Dort, wo sich jetzt unter anderem das Mühle- und Schachspiel befinden entsteht unter einem riesigen Sonnensegel ein Wasserspielplatz mit modernen Attraktionen vor allem für Kinder. Die „Brettspiele“ werden in den Bereich des alten Kinderbeckens verlegt. Das Schwimmbad wird mit einer Schwallwasseranlage ausgerüstet. So läuft überschwappendes Wasser nicht mehr wie bisher in den Kanal, sondern wird in den Wasserkreislauf der Anlage zurückgeführt. Dafür entsteht ein neues Pumpenhaus, dessen Dach eine Sonnenterrasse ziert.
Die alten Mehrzweckgebäude bleiben erhalten. Die Dachflächen werden aber neu hergerichtet und mit einer so genannten Obsorberanlage versehen. Mit dieser Sonnenergieanlage wird das Wasser für die Schwimmbecken geheizt. Die Grünanlagen, die Spielgeräte, das Volleyballfeld, die Grillmöglichkeit – all dies bleibt. Jetzt aber geht es erst einmal an die Ausschreibungen der Arbeiten. „Und dann können wir hoffentlich nächstes Jahr im Juni die große Eröffnung feiern“, freut sich Hütten.

Krahnenberg: Studenten-Ideen für Kanzel


Hochschule hat sieben Entwürfe für möglichen „Skywalk“ präsentiert

Andernach. Mit einem möglichen „Skywalk“ für die Kanzel am Krahnenberg haben sich angehende Architekten und Bauingenieure der Hochschule Koblenz im Rahmen eines Studentenwettbewerbs beschäftigt. Sieben Gruppen entwickelten jeweils einen Entwurf samt Modell und dazugehöriger Statik für einen solchen „Skywalk“. Diese Arbeitsergebnisse wurden jetzt im Historischen Rathaus öffentlich präsentiert.  Jede Gruppe hat ihre Planungen vorgestellt. Anschließend kürte eine Jury, die aus Vertretern des Stadtrats, der Stadtspitze, des Bauamts und der Hochschule bestand, die ersten drei Sieger. Die Kosntruktion, die sich stark am Alten Krahnen orientierte, konnte die Jury am meisten überzeugen. Der vorgestellte Aussichtsturm samt Plattform und ein sich an Waben orientiertes Projekt belegten die Plätze zwei und drei. Oberbürgermeister Achim Hütten lobte alle vorgestellten Projekte als sehr gelungen und bedankte sich ausdrücklich bei den Studierenden und der Hiochschule. 

 

Stadtlinienverkehr ab 2021 deutlich verbessert

In Andernach wird der Stadtlinienverkehr ab Dezember 2021 deutlich verbessert. Den neuen Fahrplan und die Verbesserungen stellten (von links) JohannesLiesenfeld von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Daniel Junglas vom VRM, Stadtwerke-Geschäftsführer Lars Hörnig, Oberbürgermeister Achim Hütten, Landrat Dr. Alexander Saftig, Bürgermeister Claus Peitz und Gaby Pauly, Kreisverwaltung, vor. Foto: Stadt Andernach /Maurer

Andernach. Engere Vertaktung, mehr Verbindungen auch an Wochenenden, kürzere Fahrzeiten, effizientere Linienführung: Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird in Andernach und in den Stadtteilen deutlich verbessert. Die positiven Änderungen in Andernach, für die sich die Stadt und die Gremien stark gemacht haben und die ab Dezember 2021 gelten, werden im Zuge der Umsetzung des Nahverkehrsplans im Kreis Mayen-Koblenz durch den Landkreis als Aufgabenträger realisiert.

Der neue Plan sieht für die Kernstadt folgende Verbesserungen vor:

  • Kirchberg, Büropark Rennweg, die Konrad-Adenauer-Allee und die Rhein-Mosel-Fachklinik erhalten ein Busangebot.
  • Zwischen Bahnhof, Einkaufswelt und Friedhof gibt es tagsüber von montags bis samstags drei Fahrten pro Stunde.
  • Für die Deubachsiedlung, Südhöhe und Kaserne gibt es von montags bis Samstag tagsüber drei Fahrtenangebote pro Stunde vom und zum Bahnhof/Innenstadt.
  • Für Fahrgäste aus dem Bereich Lohmannstraße/Südhöhe verkürzen sich die Reisezeiten, da Schleifenfahrten reduziert werden.
  • Insgesamt soll es mehr Busangebote geben, die die Fahrgäste ohne Umsteigen aus den Wohngebieten wie zum Beispiel der Südhöhe zur Koblenzer Straße (Einkaufswelt, Friedhof, etc.) bringen.
  • Der Busservice wird weiterhin durch ein angepasstes Anruf-Sammeltaxi-Angebot (ANDI) ergänzt.

Die Andernach Stadtteile profitieren ebenfalls vom neuen Angebot:

  • In Miesenheim wird das Busangebot an den Wochenenden in Richtung Andernach und Plaidt auf einen Bus pro Stunde verdoppelt. Außerdem soll es täglich mehr Spätfahrten geben.
  • In Eich und Kell wird ein Taktfahrplan eingeführt. Außerdem gibt es erstmals ein ÖPNV-Angebot in den Abendstunden.
  • In Namedy wird das derzeit gute Angebot über das ANDI erhalten.

Die detaillierte Linienführung stimmen der Kreis und der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) derzeit mit der Stadt Andernach und den anderen betroffenen Gemeinden ab. „Wir werden gemeinsam mit dem Kreis die Linien an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anpassen“, betont Oberbürgermeister Achim Hütten. „Wir haben hier eine große Chance, den Menschen in unserer Stadt eine Mobilität zu ermöglichen, die ihnen nicht nur einen besseren Service bietet, sondern die auch die Verkehrsbelastung reduziert und umweltfreundlich ist“, ergänzt Hütten. Sein Dank gilt dabei dem Landrat und dem Kreistag, die durch den Beschluss zum neuen Nahverkehrsplan in Sachen ÖPNV in der Region ein Zeichen für die Mobilität der Zukunft setzen. Dabei will sich Hütten auch dafür einsetzen, dass die Möglichkeit des Einsatzes von Bussen mit Elektroantrieb mit geprüft wird.

Das Konzept wird Ende 2021 umgesetzt, wenn die heute bestehenden Verträge der Regionalbuslinien auslaufen. Im Vorfeld ist eine europaweite Ausschreibung durch den Kreis nötig, der auf Basis eines neuen EU-Rechts als Aufgabenträger die Kosten für den Betrieb der Linien übernimmt, wenn kein Verkehrsunternehmen die Leistungen eigenwirtschaftlich erbringen kann. Hierdurch spart die Stadt Andernach, die bislang über die Stadtwerke den Linienverkehr finanziert hat, deutlich Kosten ein. Die Stadt kommt dann noch für Infrastruktur wie beispielsweise Haltestellen auf, die zudem bis 2022 durchgängig barrierefrei gestaltet werden sollen.

Bis Ende des Jahres 2021 führen die Stadtwerke Andernach den Stadtlinienverkehr mit Stadtbus und ANDI wie gewohnt fort.

Bundesmeldegesetz hat sich geändert

Andernach. Das neue Bundesmeldegesetz gilt. Das Gesetz regelt unter anderem die Art und Weise der Datenspeicherung, die Meldepflichten und ebenso die Melderegisterauskünfte oder die Datenübermittlung zwischen öffentlichen Stellen. Vor allem aber: Mit dem neuen Bundesmeldegesetz wird auch die Wohnungsgeberbestätigung wieder eingeführt. Der Wohnungsgeber unterliegt somit bei Meldevorgängen der so genannten Mitwirkungspflicht (§ 19 Bundesmeldegesetz).
Meldet sich ein Mieter an oder um, muss er hierzu künftig die Bestätigung des jeweiligen Wohnungsgebers oder einer von ihm beauftragten Person vorlegen. Zurzeit muss das Beziehen einer neuen Wohnung bei der Meldebehörde innerhalb von einer Woche nach dem Einzug gemeldet werden. Ab dem 1. November dieses Jahres werden der meldepflichtigen Person zwei Wochen für die Anmeldung des Wohnungssitzes eingeräumt. Im Zusammenhang mit der Anmeldung eines Wohnsitzes haben die meldepflichtigen Personen dann unter anderem die Wohnungsgeberbestätigung vorzulegen. Die Vorlage des Mietvertrages ist hierfür nicht ausreichend.

Die Wohnungsgeberbestätigung gibt es im Bürgerbüro der Stadt Andernach oder ganz einfach mit einem Klick hier:
Wohnungsgeberbestätigung

 

Führungszeugnisse online beantragen

Andernach. Für alle Interessierten besteht die Möglichkeit, Führungszeugnisse und Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister unmittelbar beim Bundesamt für Justiz (BfJ) über ein Online-Portal zu beantragen. Voraussetzung für den Online-Antrag sind der neue elektronische Personalausweis, der für die Online-Ausweisfunktion freigeschaltet sein muss, und ein passendes Kartenlesegerät. Auf diese Weise kann eindeutig identifiziert werden, wer den Antrag stellt. Ausländische Mitbürger, die keinen deutschen Personalausweis besitzen, können in gleicher Weise die entsprechende Funktion ihres elektronischen Aufenthaltstitels nutzen.Neben Führungszeugnissen können auch Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister über das neue Online-Portal des BfJ beantragt werden. Solche Auskünfte benötigen Unternehmen, die sich in Ausschreibungsverfahren um öffentliche Aufträge bewerben, recht häufig. Auch hier kann das Online-Verfahren den Aufwand erheblich senken.
Aus dem Führungszeugnis sind etwaige strafrechtliche Verurteilungen zu ersehen, soweit sie nach dem Bundeszentralregistergesetz in ein Führungszeugnis aufzunehmen sind. Die Auskunft aus dem Gewerbezentralregister ist ein wichtiges Hilfsmittel, um die Zuverlässigkeit von Gewerbetreibenden einschätzen zu können.
Wie bei der Antragstellung auf dem Amt wird auch beim Online-Antrag eine Gebühr von 13,00 € pro Führungszeugnis erhoben. Im Online-Portal kann sie mit einer gängigen Kreditkarte oder durch Überweisung per „giropay“ begliche werden. Die Führungszeugnisse werden auf grünem Spezialpapier gedruckt und mit der Post zugeschickt.

Das Online-Portal zur Beantragung von Führungszeugnissen und Auskünften aus dem Gewerbezentralregister ist über die Webseite des BfJ zu erreichen: www.bundesjustizamt.de

Allerdings soll das Online-Portal die klassische Antragstellung nicht gänzlich ersetzen: Die Anträge können auch weiterhin persönlich vor Ort im Rathaus gestellt werden.


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